Ausstellung
Karl Witti (*1947 Miesbach, † 2022 Eresing) war ein bedeutender deutscher Zeichner, Kunst- und Theatermaler.
In Miesbach aufgewachsen, studierte er von 1967 bis 1972 an der Akademie der Bildenden Künste in München und wurde anschließend
Zeichenlehrer an der Berufsfachschule für Holzbildhauer in Oberammergau.
Nach kurzer Zeit quittierte er die beamtete Stellung, um als freischaffender Künstler zu arbeiten.
Im Brotberuf wirkte er als Theatermaler, u.a. für das Residenztheater München, die Münchener Kammerspiele und leitete die Bühnenmalerei für die Passionsspiele in Oberammergau.
Karl Wittis Bilder kombinieren virtuose Naturstudien mit visionären Zukunftsvisionen von einem postindustriellen Arkadien im Kontext von Naturzerstörung und Klimawandel.
Ein Hauptmotiv ist die Rückeroberung der technischen Zivilisation durch die sanfte und lautlose Kraft der Vegetation.
Witti verwendet ein Zeitenprisma, das die in einem Ort gespeicherte Vergangenheit und veranlagte Zukunft in einer fiktiven Gegenwart wieder zusammenführt.
Eröffnung der Ausstellung:
Donnerstag, 1. Oktober 2026, 19:00 Uhr
Einführung: Christian Burchard, Autor der Monografie
Schauspielerin Isabella Heller liest aus
„Der Brief aus Samarkand“
Musik: Georg Hiemer, Trompete; Johannes Skudlik, Flügel
Öffnungszeiten
Montag bis Freitag von 9:00 bis 13:00 Uhr, Donnerstag von 14:00 bis 16:00 Uhr und bei Saal-Veranstaltungen
Eintritt frei

|