Ausstellung
Das Haberfeldtreiben im Oberland, ist zentraler Dreh- und Angelpunkt dieser Ausstellung. Im 18. Jahrhundert finden sich die ersten Aufzeichnungen zu diesem Brauchtum im Miesbacher Raum.
Ziel war es Menschen, zunächst vorwiegend Frauen, zu diffamieren, die sich nach Meinung der Treibenden unzüchtig oder unrecht verhalten haben. Dabei formierten sich Burschen, meist Knechte oder Bauern, zu einem Mob und zogen mit lärmenden Gegenständen vor das jeweilige Haus und trugen in Versform den vermeintlichen Missstand vor.
Die Ausstellung setzt sich mit den geschichtlichen Hintergründen, den gesellschaftspolitischen Umständen, der Rechtsprechung und dem Brauch auseinander, spannt aber auch den Bogen zu heutigen Phänomenen im Internet.
Die Ausstellung nimmt folgende thematische Schwerpunkte auf:
- Ursprung und Deutung im 18.Jahrhundert
- Volksjustiz oder Unfug im 19. Jahrhundert
- Entwicklung und Verbreitung
- Akteure und Gegenspieler (u. a. Kirche und Obrigkeit)
- Das letzte große Haberfeldtreiben in Miesbach 1893
- Popularisierung und Mythifizierung
- Der moderne Shitstorm in den Medien
- Fotos von Andreas Leder und Florian Bachmeier
- Kunstinstallation von Sibylle Kobus und Sabine Köhl
Montag 24. April um 19:00 Uhr:
Der Autor Elmar Schieder stellt sein neues Buch zum Haberfeldtreiben vor.
Veranstalter: Stadtarchiv, Heimatmuseum und Kulturamt Miesbach in Kooperation mit den Miesbacher Haberern e.V.
Eintritt frei
Geöffnet: Mo-Fr. 9:00 – 13:00 & Do. 14:00 – 16:00 und bei Veranstaltungen (ausgenommen 13.04. - 15.04.)

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