Dialogtüren

Ausstellung „Dialogtüren“ vom 10. bis 30. Juni 2021 in Miesbach.


„Kein Frieden unter den Nationen ohne Frieden unter den Religionen. Kein Frieden unter den Religionen ohne Dialog zwischen den Religionen.“

Dialogtüren

Ausstellung „Dialogtüren“ vom 10. bis 30. Juni 2021 in Miesbach

 

„Kein Frieden unter den Nationen ohne Frieden unter den Religionen. Kein Frieden unter den Religionen ohne Dialog zwischen den Religionen.“

 

Mit dem Zitat des vor kurzem verstorbenen kath. Theologen Hans Küng beschreibt Roger Schmidt, der Leiter des ev. Studienzentrums in Josefsthal, die Motivation zur interreligiösen Ausstellung „Dialogtüren“, die ab 10. Juni in Miesbach zu sehen ist. Diese „Türen“ stehen an vier verschiedenen Orten in Miesbach und geben den BesucherInnen die Möglichkeit, sich mit zentralen Themen der Weltreligionen zu beschäftigen. Texte und Bilder laden zum Nachdenken und Miteinanderreden ein. Konzipiert wurde die Ausstellung von OCCURSO, einem Institut für interreligiöse und interkulturelle Begegnungen.

Welche Impulse bieten diese „Türen“?

 

Wer im Eingangsbereich des Rathauses seine Ausstellungsrunde beginnt, kann sich mit dem Thema „Freiheit“ auseinandersetzen. Die Religionsfreiheit ist in unserem Grundgesetz verankert und gehört zu den Menschenrechten – aber in vielen Ländern können die Menschen nicht mit dieser Sicherheit leben. In der evangelischen Kirche befinden sich 2 Türen: Geschichte und Ziele des Dialogs stehen im Mittelpunkt beim Thema „Positionen“ und die Türe mit dem Titel „Lernen“ zeigt, wie interreligiöse Begegnung heute und in Zukunft aussehen kann. Der „Ausstellungsweg“ führt weiter zur katholischen Pfarrkirche – dort geht es um „Lebenswege“ und Rituale bei Geburt, Erwachsenwerden, Partnerschaft, Krankheit und Tod. Eine zweite. „Tür“ befasst sich mit dem Prinzip „Hoffnung“ – Anregungen zur Dialogpraxis.

 

Besonders schön ist es, dass sich auch die Türkisch-islamische Gemeinde (Moschee) an der Ausstellung beteiligt: Dort geht es um das „Gebet“ in den vielfältigsten Formen.

 

Am Montag, den 14. Juni um 19 Uhr lädt das Netzwerk Integration zu dem Zoom-Vortrag von Prof. Dr. Martin Rötting: „Interreligiöser Dialog in Alltag, Unterricht und Pastoral“ ein. Anmeldung zum Vortrag unter www.netzwerk@integration-mb.de

 

Das Kulturzentrum Waitzinger Keller zeigt an den Glasfronten des Hauses begleitend zu den Dialogtüren die Ausstellung „Namensbilder“ von Georg Brinkies.

 

Bis 30. Juni lädt die Ausstellung ein, sich auf einen Spaziergang zu begeben oder einfach an einem Ort innezuhalten. Eingebettet ist sie in das zentrale Thema „Rassismus“, das mit dem „Gebet der Religionen“ im März begann und im Laufe des Jahres bei weiteren Veranstaltungen ins Gedächtnis gerufen wird. In Kürze erscheint auch eine von Inge Jooß, der Miesbacher Integrationsbeauftragten, konzipierte Broschüre mit dem Titel „Wir müssen über Rassismus reden“.

 

Veranstalter sind der Förderverein PIA e.V. – Netzwerk Integration, die Evangelische Kirchengemeinde Miesbach, die Katholische Pfarrei Miesbach, die Türkisch islamische Gemeinde zu Miesbach e.V., das Studienzentrum für evangelische Jugendarbeit in Josefstal e.V., Inge Jooß, die Integrationsreferentin der Stadt Miesbach und das Kulturamt der Stadt Miesbach.