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Franz Wallach zurück zur Übersicht




Gürtlermeister in Miesbach und Hauptmann der Landwehrkompanie, Öl auf Leinwand, ca. 1830.

Im Jahre 1801 wurden die Miesbacher Gebirgsschützen reorganisiert und zunächst als bürgerliche Grenadierkompanie Miesbach bezeichnet. Als Max Josef I. das Bürgermilitär 1807 als Pflichteinrichtung konstituierte, wurde in Miesbach eine bürgerliche Militär-Fusilier-Kompanie gebildet, diese dann 1809 in das 28. Bataillon der Nationalgarde dritter Klasse integriert. Die letzte Änderung erfolgte 1826, als die Miesbacher die erste Kompanie des Landwehrbataillons des Gerichtsbezirks bildeten. 1870 wurde das Bürgermilitär in Bayern allgemein aufgelöst.

Franz Wallach wurde 1790 in Miesbach geboren. Schon von früher Jugend an zeigte er eine solche Vorliebe für den Militärstand, daß er bereits im Alter von 12 Jahren als Tambour dem Miesbacher Bürgermilitär beitrat. Seine ersten Kriegserfahrungen machte er im Tiroler Aufstand. 1812 dann wurde er zum Linienmilitär berufen, war von allen großen Schlachten gegen Napoleon dabei und nach dessen Niederlage drei Jahre der Alliierten Observationsarmee in Frankreich zugeteilt. 1818 erhielt er seinen Abschied, kehrte nach Miesbach zurück, wo er seit 1823 als Gürtlermeister ansässig war. In der Miesbacher Landwehrkompanie diente er als Leutnant, Oberleutnant, schließlich von 1843 - 1861 als Hauptmann. Er hat sich mancherlei Verdienste um den Markt Miesbach erworben und ist 1867 hochgeachtet gestorben. "Eine Zierde und der Stolz der Bürgerschaft", wie Pfarrer König bei seiner Grabrede betonte.